HRV: Einblick in die vegetative Regulation

Von: | 26.02.2016 |

Herzratenvariabilität:
Einblick in die vegetative Regulation

Zusammenfassung einer Fortbildung vom 25. Februar 2016 im Sigma-Zentrum Bad Säckingen, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin mit integrierter Neurologie, Innerer Medizin und Allgemeinmedizin.

Sympathikus und Parasympathikus sind die zentralen Akteure und Gegenspieler des vegetativen Nervensystems. Sie wirken mit den vielfältigen Systemen des Körpers. Eine funktionierende Regulation ist die Voraussetzung für ein vitales Leben.

Der Parasympathikus kann als „Grenzwächter“ zur Umwelt gesehen werden. Er reguliert Darm, Lunge, Atemwege, das Immunsystem sowie die antientzündliche Aktivität. Der Vagus reagiert sehr schnell im Millisekunden Bereich. Seine Fasern sind myelinisiert und damit ca. 10-mal so schnell wie die langsamen Sympathikusfasern.

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Die Herzratenvariabilität (HRV) analysiert die zeitlichen Abstände zwischen den Herzschlägen unter dem Einfluss des sympathischen und des parasympathischen Nervensystems. Damit ermöglicht sie einen validen Einblick in die Regulationsfähigkeit des Organismus. Gemessen durch die Aufzeichnung des EKGs über einen Zeitraum von 24 Stunden können zudem viele Daten über die Tag-Nacht-Regulation, über Aktivität und Entspannung, zum Schlaf und natürlich zu allen Parametern einer Langzeit-EKG-Analyse gewonnen werden.

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Seit 1996 ist die Messung der Herzratenvariabilität als reliables und valides Messverfahren autonom-nervöser Regulationsprozesse international anerkannt [Guidelines Heart Rate Variability. European Heart Journal 1996, 17, S. 354 ff.].

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