Interaktive Medizin

In der Internet-Enzyklopädie „Marjorie-Wiki“ ist eine ausführliche Darstellung des kybernetischen Prinzips des Penta-Konzeptes von Prof. Erich W. Burrer erschienen. Dieses Konzept wird unter dem Gesamtbegriff der ganzheitlichen Medizin inzwischen in vielen Kliniken praktisch angewendet wird. Vorreiter in der klinischen Umsetzung und der Schaffung von Evidenzbeispielen der umfassenden Wirksamkeit der integrativen Behandlung und Therapie war dabei insbesondere das Sigma-Zentrum Bad Säckingen.
Aus Fachdiskussionen im Rahmen der Sigma-Akademie entstand die Nachfrage, die Konzeption noch 
 hinsichtlich „Psychologie in der Medizin“ und der  „Umsetzung in der Klinik“ zu ergänzen. Im Folgenden bringen wir daher eine erweitere Fassung der Konzeption der Penta-Medizin.

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PENTA-MEDIZIN: 

 

Das kybernetische Prinzip einer interaktiven Medizin

 

Vorwort

Entsprechend den regelkreisförmigen Zusammenhängen von Natur und Gesellschaft gilt auch für die Medizin das Prinzip der Interaktion. In einer solchen Interaktion beeinflussen sich beim Menschen körperliche, emotionale, mentale, soziale Bereiche und das ökologische (biologische, physikalische) Umfeld gegenseitig und bewirken einen Prozess der Innen-Außenanpassung [H. von Foerster]. Grundsätzlich berühren und steuern sich also Umwelt, Körper und Seele wechselseitig. Die Eigenständigkeit eines Patienten, seine soziale Integration sowie geistig-emotionale Einflüsse auf ihn, müssen von uns deshalb in besonderer Weise berücksichtigt und therapeutisch gesteuert werden (kybernetisches Prinzip).

Durch eine ökologische und soziale Einbindung soll der Patient erleben, dass er nicht allein für sich verantwortlich ist, aber auch nicht ausschließlich die anderen für ihn. Er soll erleben, dass durch das Zusammenwirken von Umwelt, Familie, Partner und Gesellschaft und seiner eigenen Persönlichkeit seine Realität geprägt wird, Konfliktursachen und Krankheiten determiniert werden.

In einer kybernetisch ausgerichteten Therapie werden deshalb Realitätsbewältigung, soziale Kompetenz, emotionale Ausgewogenheit und körperliche Gesundung der Patienten in einem sich ergänzenden (komplementären) Zusammenhang gesehen. Es gelingt durch diese Behandlungsform besonders gut, den Patienten einfühlend und steuernd zu begegnen, ohne medizinische Belange und die individuelle Handlungsfähigkeit der Betroffenen zu vernachlässigen.

Therapie ist als ein Informations-, Beziehungs- und Handlungsprozess zu verstehen. Therapeutische, im kybernetischen Sinne steuernde, Eingriffe und die Eigenständigkeit der Patienten halten sich dabei die Waage.

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