Psychopharmakologie

Mit:
Am: 21.07.2016
Von: 19:00 Uhr bis: 20:30 Uhr

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Adresse: Weihermatten 1, 79713 Bad Säckingen

Herr Dr. med. Gabriel Eckermann berät regelmäßig die Ärzte des Sigma-Zentrums im Rahmen von psychopharmakologischer Supervision: Am 21. Juli und 22. Juli 2016 veranstaltet das Sigma-Zentrum wieder ein Seminarprogramm zu Fragen der Arzneimittelinteraktion und Arzneimittelsicherheit. Im Rahmen dieser internen Schulung bietet Herr Dr. Eckermann dieses Jahr zusätzlich einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Psychopharmakologie, Risiken der Kombinationstherapie“.

Arzneimittelinteraktionen sind häufig die Ursache für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW). Man geht davon aus, dass Arzneimittelinteraktionen bei UAW-bedingten Krankenhausaufnahmen zu 25% und bei Aufnahmen auf Intensivstationen zu 50% mitverantwortlich sind (Hafner et al.; Der Internist 2010;51: 359-370).

Aufgrund der Erkenntnisse, die in den letzten 20 Jahren über Wirkmechanismen und Stoffwechselwege von Arzneimitteln gewonnen wurden, sind die meisten Arzneimittelinteraktionen vorhersehbar. Daher zählen die meisten unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die durch Wechselwirkungen bedingt sind, zu den „vermeidbaren Medikationsfehlern.“

Diese Wirkmechanismen werden im Vortrag genau erläutert. Es wird auf Interaktionseffekte eingegangen, so wird beispielsweise geklärt, warum die Kombination aus einem SSRI mit einem „Neuen Oralen Antikoagulanz“ (NOAK) ein relevantes Blutungsrisiko darstellt. Zum Schluss werden noch einige Interaktionsdatenbanken vorgestellt – das Interaktionsgeschehen ist so außerordentlich komplex, dass man dem Ganzen wohl nur mehr mit solch einer Datenbank einigermaßen „gewachsen“ ist.

Herr Dr. med. Gabriel Eckermann ist Facharzt für Psychiatrie, Psychopharmakologie, Arzneimittelsicherheit und seit einigen Jahren auch Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft.

Die Fortbildung richtet sich an Ärzte, Psychologen, Fachtherapeuten und Pflegepersonal. CME-Punkte sind bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg beantragt.

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