Traumatherapie

Mit:
Am: 28.09.2016
Von: 13:45 Uhr bis: 20:30 Uhr

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Adresse: Weihermatten 1, 79713 Bad Säckingen

Prof. Dr. med. Martin Sack ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und leitender Oberarzt an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie rechts der Isar der TU München. Martin Sack ist seit vielen Jahren auf die Behandlung von Patienten mit Traumatisierungsstörungen spezialisiert und als Supervisor und Ausbilder tätig. Er ist Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).

Als „High-Light“ der diesjährigen Fortbildungsveranstaltungen werden alle therapeutisch tätigen MitarbeiterInnen des Sigma-Zentrums zu einem internen Traumaworkshop mit Herrn Prof. Dr. Sack eingeladen.

„Update Traumatherapie“ –  was ist praktisch wichtig und bewährt?
13:45 – 15:15 – Diagnostik und Behandlungsplanung bei komplexen Traumafolgestörungen
15:15 – 15:30 – Pause
15:30 – 17:00 – Indikation zur konfrontativen Bearbeitung von Traumafolgesymptomen und konkrete Durchführung
17:00 – 17:15 – Pause
17:15 – 18:00 – Neues zu Wirkfaktoren traumatherapeutischer Behandlungen.
Traumatherapeutische Fallvignetten sind dabei herzlich willkommen.

Im Anschluss findet von 19:00-20:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag zum Thema «Schonende Traumatherapie» – Behandlung von Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen statt.

Die Arbeit an traumatischen Erinnerungen ist häufig eine große Herausforderung für Patienten und Therapeuten. «Schonende Traumatherapie» ist ein traumatherapeutisches Konzept und eine Sammlung von Therapiestrategien mit dem Ziel, die subjektive Belastung während der Konfrontation mit traumatischen Erinnerungen so gering wie möglich zu halten und dennoch eine Integration und Verarbeitung der traumatischen Erfahrungen zu ermöglichen. Durch den Einsatz schonender konfrontativer Techniken können die evidenzbasiert wirksamen Prinzipien traumatherapeutischer Behandlungen auch bei Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen und dissoziativen Störungen zur Anwendung gebracht werden. Der Einsatz von Techniken zur Distanzierung und Dosierung der Belastung während der Aktualisierung traumatischer Erinnerungen ermöglicht eine situationsangemessene Anpassung an die individuelle Belastungstoleranz. Zudem lassen sich die vielfältigen Möglichkeiten zur Aktivierung von Belastungsressourcen nutzen, um zumindest auf der imaginären Ebene das nachzuholen, was in der traumatischen Situation gefehlt hat. Damit wird es möglich, schon sehr frühzeitig direkt an der Traumafolgesymptomatik zu arbeiten. Längere vorbereitende Phasen einer stabilisierenden psychotherapeutischen Behandlung sind dann nur noch in Ausnahmefällen erforderlich.

Die Fortbildung richtet sich an Ärzte, Psychologen, Fachtherapeuten und Pflegepersonal. CME-Punkte sind bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg beantragt. Im Anschluss an den Vortrag dürfen wir Sie zu einem kleinen Stehimbiss einladen, der Gelegenheit zu weiterem Gedankenaustausch bietet.

Weitere Informationen >>> Download Einladungsflyer

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