Über uns – Fortbildung

_DSC1040.NEF.pDie praktische Lehr- und Lernbarkeit der psychologischen Medizin findet zur Zeit großes Interesse. Dies zeigt sich auch am Interesse nicht akademischer Therapeuten für dieses Fach. Unsere medizinischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Fortbildungsveranstaltungen sowie die fachwissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Diskussionsanregungen  sind Wege, um kybernetische Phänomene im Behandlungsprozess und Behandlungsergebnisse in der Psychotherapie und Medizin zu reflektieren. Methodenunabhängig hat die Berücksichtigung kybernetischer Phänomene einen wichtigen Platz in der Arbeit eines Psychotherapeuten, da sonst die Gefahr besteht, dass rigide Linearität dominiert. Die Inhalte unserer Veranstaltungen und Beiträge können beleuchten, dass Psychotherapie und Medizin zusammen (‚Psycho-Somatik‘) eine kreative Leistung darstellen und effektiv zu guten Lösungen kommen.

Das Fortbildungsprogramm umfasst externe/öffentliche Veranstaltungen sowie interne Termine. Alle Veranstaltungen sind oder werden mit CME-Fortbildungspunkten zertifiziert. In der Regel werden in den Veranstaltungen auch Fallbesprechungen durchgeführt und dadurch psychotherapeutische Methoden kritisch reflektiert werden.

Ein wichtiger Grundsatz ist die adäquate Qualitätskontrolle. Zu ihr zählen perspektivisches Verständnis (Verständnis für die Entwicklungsmöglichkeiten des Patienten in einer Therapie) und die Erarbeitung allgemeiner Interventionsformen in einer Behandlung. Es stellt sich eine Reihe interessanter Fragen:

  • Wie können z.B. Deutung, Verhaltensanalyse, therapeutische Intervention (sog. Verstörung) und soziale Vielfalt mit den Ansprüchen psycho-somatischer Balance und Höchstleistungen vereint werden?
  • Wie kann man beiden Ansprüchen gerecht werden, bzw. somatischen, psychischen und sozialen. Wie sehen die Lösungen aus?
  • Wie müssen in der Theorie und Forschung Richtwerte aussehen, damit eine Messung von Effizienz möglich wird?
  • Welche der anerkannten Behandlungsmethoden ist die geeignete? Wie erfolgen Reflexion und Supervision der therapeutischen Prozesse?
  • Gibt es eine Analyse der Widersprüche, der systemischen Diskrepanzen und der sozusagen dysfunktionalen Interventionsformen, (die sich kybernetisch betrachtet aber später einpendeln können, also dann „richtig“ sein können)?
  • Welchen Einfluss hat die Persönlichkeit des Therapeuten auf die therapeutische Beziehung?

Mögliche Deutungen werden in Seminaren unter Therapieverlaufsgesichtspunkten reflektiert. Dabei sind wir uns dem Einfluss der jeweils maßgeblichen sozialen Verhältnisse, in denen der Patient sich befand und befindet, bewusst. Natürlich gibt es Ergebnisse aus der quantitativen Psychologie (Zusammenfassung von Statistiken in der mathematischen Psychologie und der Psychometrie). Aber auch qualitative Ergebnisse gehören zur Erörterung, um die Wirksamkeit des gewählten Therapieverfahrens zu prüfen. Dabei ist Folgendes interessant: Eine Trennung zwischen natur- und sozialwissenschaftlichen Ansätzen ist nach Erkenntnissen der Neurobiologie und Neuropsychologie [Eric Kandel 1972] eigentlich nicht mehr möglich, allenfalls aus didaktischen Gründen sinnvoll. Daher sind unsere Seminare psycho-somatisch bzw. somato-psychisch ausgerichtet. Genau betrachtet geht es uns daher um das bio-psycho-soziale Gleichgewicht unserer Patienten. Da die Ökologie dazugehört, ist unser Anspruch an uns deshalb nicht gering.