Artikel von Dr. Christiane Wolf

Psyche und Schmerz

Schmerzen sind das Alarmsystem unseres Körpers. Sie zeigen an, dass irgendwo in uns oder mit uns etwas nicht stimmt. In unserer Gesellschaft wird die Äußerung von Schmerzen oft fälschlich als Schwäche interpretiert und unterdrückt. So haben wir verlernt, auf die inneren Zeichen unseres Körpers zu hören. Gleichzeitig existiert kaum eine Empfindung, die einen so unmittelbaren Einfluss auf die seelische Befindlichkeit hat, wie die des Schmerzes. Jeder Schmerz hat seine Ursache – entweder körperlich oder seelisch. Beides bedingt sich jedoch gegenseitig, d.h. körperliche Schmerzen beeinträchtigen unser Empfinden, seelische Schmerzen – auch unbewusste Vorgänge – äußern sich oft an völlig unerwarteten Stellen unseres Körpers. Dies erfordert ein interdisziplinäres Vorgehen in der Schmerzdiagnose und -Therapie.

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Behandlung somatoformer Schmerzen

Chronische Schmerzen sind eine enorme Belastung für Patienten und ihr ganzes soziales Umfeld. Gerade seelische Schmerzen lassen sich nicht einfach abschütteln oder durch Abstand zum Auslöser vermeiden, sondern kreisen in eine Eskalationsspirale. Viele Schmerzpatienten klammern sich dabei zunächst gedanklich fest an einen (gesellschaftlich leider leichter akzeptierten) körperlich-sächlichen Schmerzreiz. Trotz Ausschluss von funktionellen oder somatischen Schmerzursachen liegt für sie beim Gang zum Psychologen erst einmal eine große Hemmschwelle. „Wie soll mir ein Psychologe helfen, wenn ich doch körperliche Schmerzen habe?“ mag er sich fragen, wenn er nach einer Reihe frustrierender Untersuchungen schließlich an einen Psychologen überwiesen wird.

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Psyche und Herz

Ca.30 % aller Patienten entwickeln nach dem Herzinfarkt eine Depression. Der Herzinfarkt wird als „Selbstinfarkt“ erlebt, der das Selbstwertgefühl trifft.

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